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St. Georg - Das bunteste Stadtteil Hamburgs

St. Georg – Der bunteste Stadtteil Hamburgs

Alexander, 22.05.2018

St. Georg, einer der beliebtesten und buntesten Stadtteile Hamburgs erstreckt sich von der Außenalster bis zur Stadtmitte und hat nicht nur kulturell viel zu bieten!In der kommende Woche möchte wir Euch meine Highlights und die top Hotspots aus St. Georg näherbringen.

Ein kleiner Fakt am Rande: St. Georg war nicht immer so beliebt wie heute, es bekam seinen Namen im 17. Jahrhundert nach dem gleichnamigen Krankenhaus, wo damals die Pestkranken behandelt wurden. Im zweiten Weltkrieg kam es zu einer fast vollständigen Zerstörung des Viertels. In den 60er und 70er Jahren entstand dann das neue St. Georg, wie wir es heute kennen, mit all der Kultur, der Gastro und der Kunst.

Bleibt gespannt und freut euch auf mehr in den nächsten Tagen!

Bild Quelle: www.hamburgs-stadtteile.de

new media asocialism, kampnagel, kolumen-hamburg, Orangensaft und Kölsch

New Media Socialism

#ahh, 16.05.2018

Einwanderer auf die Bühne! Hamburg ist eine vielfältige Stadt. Was mit der Hanse auflebte, hat seit der Bundesrepublik an Fahrt gewonnen. Hamburg braucht neue kulturelle Einflüsse. 

Mit der von vielen Seiten kritisierten Migration werden sie uns auf einem Silbertablett serviert. Wir müssen die Neu-Hamburger nur einfach mal machen und ihre Träume verwirklichen lassen.

Dabei kommt es nicht selten zu realsatirischen Momenten, die nur das Leben selbst oder deutsche Behörden schreiben können. Kampnagel beschreibt die Reality TV-Reihe „Hallo Deutschland – die Einwanderer“ der freien Mediengruppe „New Media Socialism“ folgendermaßen: „In der fiktionalen Doku-Soap werden mediale Klischees zu den Themen Migration, Flucht und Ankommensgesellschaft verdreht und überschrieben.“

Die Besucher werden im Migrantopolitan empfangen, einem Veranstaltungsraum der Kulturstätte, in dem Flüchtlinge zu Kunstschaffenden werden und Publikum finden. Dabei ist der Name vielleicht etwas irreführend, denn das Migrantopolitan erinnert mehr an ein gemütliches Wohnzimmer als an ein großes Theater. Die intime Kulisse ist jedoch gut gewählt für die ambitionierte Reality-TV-Reihe, zeigt sie doch vergleichsweise unprätentiös den Alltag sowie die Hürden mit denen Migranten in Deutschland zu kämpfen haben. Ankommen ist eben leichter gesagt, als getan. Und mitunter durchaus unterhaltend.

Da ist zum Beispiel diesen Mann aus Syrien, der sich voller Stolz einen gebrauchten VW zulegt, nur um festzustellen, dass die Straßenverkehrsordnung hier eine andere ist als in seinem Heimatland. Ein englischsprachiger Fahrlehrer, das wäre die Lösung aller Probleme. Doch einen zu finden – das steht auf einer anderen Seite. Gerade zu rührend findet die eritreische Liebe für Kaffee ihren Platz in der Soap. In einer Zeremonie wird Kaffee frisch im Wohnzimmer geröstet, später als Kaffeesud zubereitet. Nach Stunden kann das Happening „Kaffeetrinken“ dann beginnen.

Kampnagel steht für Kultur und Inklusion, oft auch auf avantgardistischen Wegen. Das Projekt „Hallo Deutschland – die Einwanderer“ fügt sich daher gut ins Konzept. Auch wenn der künstlerische Anspruch der Episoden vielleicht nicht mit anderen Produktionen des Hauses mithalten kann, so gibt die Reality-TV-Reihe doch berührende Einblicke in die Welt von Menschen, die in der Fremde ihr Bestes geben, mitunter scheitern und trotzdem weitermachen. Der Zuschauer bekommt dabei das gesamte Spannungsfeld zwischen Karriere, Beziehungsstress und Deutschkurs präsentiert. Eben den ganz normalen Wahnsinn ohne deutschen Pass.

Bis Mitte Juni 2o18 wird es auf Kampnagel, immer mittwochs eine neue Episode kunstvollendetem Einwandererwahnsinns geben. Der berührt, trainiert die Lachfalten und versüßt den Abend.